Im Jubiläumsjahr „100 Jahre Stadt Neusiedl am See“ wurde am vergangenen Wochenende ein besonderes Kapitel der Neusiedler Geschichte wieder lebendig: Das Volksstück „Peter Floridan“ von Dr. Sepp Gmasz kehrte nach den Aufführungen 2009 und 2011 erneut an seinen historischen Schauplatz, den Tabor, zurück.
Rund 50 Laiendarstellerinnen und Laiendarsteller aus Neusiedl am See brachten an drei Tagen die Geschichte des jungen Seifensiedermeisters Peter Floridan auf die Bühne, der bei der Erstürmung des Tabors durch die Kuruzzen sein Leben verlor. Gleichzeitig vermittelte das Stück einen lebendigen Eindruck davon, wie die Menschen in Neusiedl vor mehr als 300 Jahren lebten, arbeiteten und ihren Alltag bewältigten. Viele der Mitwirkenden waren bereits bei den früheren Inszenierungen dabei.
Gerade im Jahr des 100-jährigen Stadtjubiläums setzte die Aufführung damit einen besonderen kulturellen Akzent: Stadtgeschichte wurde nicht nur erzählt, sondern von Neusiedlerinnen und Neusiedlern gemeinsam auf die Bühne gebracht und für das Publikum unmittelbar erlebbar gemacht.
„100 Jahre Stadt Neusiedl am See geben uns nicht nur Anlass zu feiern, sondern auch dazu, uns mit unserer Geschichte und unseren Wurzeln auseinanderzusetzen. Das Theaterstück „Peter Floridan“ hat auf besondere Weise gezeigt, wie lebendig Geschichte sein kann, wenn Menschen aus unserer Stadt gemeinsam daran mitwirken. Mein großer Dank gilt Sepp Gmasz sowie allen Darstellerinnen und Darstellern und allen, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen dieser besonderen Aufführungen beigetragen haben“, betont Bürgermeisterin LAbg. Elisabeth Böhm.
